Krisen verändern uns – auch zum Guten

Es gibt Ereignisse, bei denen weiß man genau, wo man war. Sie tauchen zuerst auf den Titelseiten der Zeitungen auf, später dann im Geschichtsbuch. Wo warst du als die Mauer fiel? Das ist so ein Beispiel.

Und auch Corona hat diese historischen Ausmaße. Wir werden uns ein Leben lang daran erinnern, wie wir dieses Jahr erlebt haben. Und was es mit uns gemacht hat. Denn ich glaube fest daran: Man kommt aus dieser Krise als anderer Mensch heraus als man hineingegangen ist. 

woman in white tank top wearing face mask

 

Corona hat ja jeden von uns ganz unterschiedlich getroffen, jeder ist damit ganz unterschiedlich klargekommen. Mir persönlich haben diese Monate (die hoffentlich bald vorbei sind …) aber auch ganz viel Zuversicht gegeben – ja, mich vielleicht sogar noch ein bisschen zuversichtlicher gemacht als ich es als Unternehmerin von Natur aus bin. 


Denn ich habe auch ganz viel Solidarität erlebt. Menschen gesehen, die ein wenig mehr als sonst danach geschaut haben, wie es dem anderen geht. Personen dabei zu sehen, wie sie etwas machen, was sie sonst nicht getan hätten – etwa Einkaufen für die ältere Nachbarin, das war wunderbar zu sehen.


Zu all dem passt ein Zitat des japanischen Schriftstellers Haruki Murakami, das ich sehr mag:


„And once the storm is over, you won’t remember how you made it through, how you managed to survive. You won’t even be sure, whether the storm is really over. But one thing is certain. When you come out of the storm, you won’t be the same person who walked in. That’s what this storm’s all about.” 

red and white UNKs restaurant

 

Ich finde, Murakamis Zeilen machen uns Mut, die Herausforderung anzunehmen – in dem Wissen, dass wir uns durch sie als Person verändern, vielleicht auch ein Stück reifer und dankbarer werden. Auch wenn ich mir nichts lieber wünsche, als dass diese Pandemie endlich vorbei ist. Den Gedanken, dass wir anders aus dem Sturm herauskommen, als wir hineingegangen sind, finde ich tröstlich.

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