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1. Welche Arten von Mundgeruch gibt es?

Man entscheidet zwischen vorübergehendem und dauerhaften Mundgeruch. Nach bestimmten Lebensmitteln wie Knoblauch, Erdnüssen, Zwiebeln oder auch fetter Wurst ist es ganz normal, dass unser Atem nicht mehr so ganz frisch riecht. Einen „dauerhaften Mundgeruch” hat man, wenn er unabhängig von den Mahlzeiten vorkommt. Die Ursache können Probleme im Magen-Darm-Trakt oder eine gestörte Mundflora sein.

 

 2. Welche Hausmittel gibt es gegen Mundgeruch?

Gegen Mundgeruch, der nach den Mahlzeiten auftritt, hilft das klassische  Kaugummi, ein Apfel oder auch eine heiße Zitrone. Auch sollte man regelmäßig Joghurt (ohne Zucker und Zusätze!) essen. Die Milchsäurebakterien halten Fäulnis- und Verwesungsbakterien in Schach. Dasselbe funktioniert auch im Mund!
Übrigens ist Teebaumöl ist auch eine super Alternative zum klassischen Mundwasser, denn das ätherische Öl wirkt antibakteriell! Drei bis vier Tropfen in ein Glas Wasser geben und nach dem Zähneputzen zum Gurgeln verwenden.

 3. Wann sollte ich Mundgeruch beim Arzt abklären lassen?

In neun von zehn Fällen liegt die Ursache für Mundgeruch im Mund selbst. Nur selten stecken schwerwiegende Krankheiten dahinter. Einen Arzt sollte man aber lieber kontaktieren, wenn zum Beispiel auch die Luft aus der Nase schlecht riecht. Der Mediziner kann schnell abklären, ob Verdauungsprobleme oder chronische Atemwegserkrankungen das Problem sind.

4. Wie kann ich Mundgeruch vorbeugen?

Eine gute Mundhygiene ist das A und O, wenn es darum geht, Mundgeruch vorzubeugen. Denn: Die müffelnden Bakterien sitzen im Mund – auf der Zunge und in den Zahnzwischenräumen. 

Zu empfehlen ist das folgende Rundum-Sorglos-Programm. Wichtig: Es kommt auch auf die Reihenfolge an!

  1. Zungenreiniger: Die Zunge vergisst man oft in der täglichen Reinigung, dabei gibt es hier viele Ablagerungen. Bei Mundgeruch sollte man vor allem das letzte Drittel der Zunge sauber schaben, denn gerade hier sitzen noch Nahrungsreste und abgestorbene Schleimhautzellen, die für den schlechten Atem sorgen.
  2.  Ölziehen: Dieses altbewährte Ritual aus der Ayurveda legt die perfekte Basis für eine gründliche Reinigung. Etwa einen Esslöffel Öl bewegt man wie ein Mundwasser für etwa fünf bis zehn Minuten zwischen den Zähnen hin und her. Das hat nicht nur einen positiven Effekt auf die schädlichen Bakterien. Auch das Zahnfleisch profitiert.
  3. Zahnseide oder Interdentalbürstchen: Jetzt geht es darum, die Zahnzwischenräume zu säubern, denn die normale Zahnbürste erreicht diese Spalten gar nicht. Nicht wundern: Am Anfang kann das Zahnfleisch bluten (nicht davon abschrecken lassen!). Nach ein paar Anwendungen lässt es nach.
  4. Zähneputzen: Deutlich mehr Plaque wird reduziert, wenn man erst Zahnseide benutzt und dann die eigentlichen Zähne putzt. Hier ist das oberste Gebot: Nicht schrubben! Man braucht viel weniger Druck als man meint und schon sanfte Bewegungen entfernen Beläge nachhaltig.
  5. Extra-Tipp während Corona: Studien haben gezeigt, dass Mundspülungen die Viruslast reduzieren können. Man könnte gerade in diesen Zeiten also seine tägliche Mundhygiene ums Gurgeln ergänzen. Interessanter Nebeneffekt: Das Geräusch des Gurgelns stimuliert den Vagusnerv! Dieser durchläuft fast alle Organe und steuert viele Körperfunktionen. Indem wir ihn stimulieren, bekommen wir mehr Energie und fühlen uns wohler.

6. Wie weiß ich überhaupt, ob ich Mundgeruch habe?

Einfache Regel: Wenn man selber schon den Verdacht hegt, aus dem Mund schlecht zu riechen, weiß es auch dein Gegenüber. Tückischer ist es – und das ist ziemlich oft der Fall – wenn man ihn selbst gar nicht wahrnimmt. Mit einem einfachen Test bekommt man zumindest einen ersten Anhaltspunkt, ob es Handlungsbedarf gibt: Den Handrücken gut säubern und dann mit der Zunge ein paar Mal kräftig drüber lecken. Entsteht ein schlechter Geruch, sollte man seine Mundhygiene noch einmal optimieren. Was bei diesem Thema aber ganz grundsätzlich wichtig ist: Offenheit. Natürlich fragt niemand gerne sein Gegenüber, ob man Mundgeruch hat. Und niemand sagt es jemandem auch gerne, dass er einen schlechten Atem hat. Man will den anderen nicht verletzen oder ihm zu nahe treten. Aber wenn man es taktvoll und respektvoll macht, hilft man einander ungemein. Und letztlich zeigt man dem anderen: Ich möchte, dass es dir gut geht – weil du mir am Herzen liegst.
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